Dreihundert Montagsdemonstrationen im Terminal 1 – Lars Reichow zu Gast mit „Nicht um jeden Preis“ und Start der Kampagne „Deutschland fliegt nicht“

Am 11. November 2019 ist es soweit: Zum 300. Mal treffen sich die Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet im Frankfurter Flughafen, um gegen die Zerstörung ihrer Umwelt und Lebensqualität zu protestieren. Sie prangern das Unrecht an, das sie zu ertragen haben. Exzessiver Dauerlärm durch an- und abfliegende Flugzeuge, hohe Feinstaubbelastungen unter den Flugrouten, Gefahren durch herabfallende Ziegel nach Wirbelschleppen gefährden ihre Gesundheit und ihr Leben.

Der menschenverachtende Tiefflug über Städten und Gemeinden von Bingen und Bad Kreuznach bei Ostwind oder von Aschaffenburg und Mülheim bei Westwind ist einzigartig. Nirgendwo auf der Welt wird von einem Flughafenbetreiber die Bevölkerung derart mutwillig missachtet und ihrer Rechte beraubt. Das in der Verfassung der Bundesrepublik verankerte Recht auf körperliche Unversehrtheit (Art. 2, Abs.2 GG) ist
außer Kraft gesetzt und dieses Unrecht findet auch noch die Unterstützung der verantwortlichen Politiker.

Unbeirrt, ihrer Rechte bewusst, kämpfen die Bürger der Rhein-Main-Region für ihre Lebensgrundlagen und protestieren Montag für Montag gegen die untragbaren Zustände. Jede Montagsdemonstration ist ein Aufschrei des Einzelnen gegen das Unrecht, das ihm aufgezwungen wird.

Als Gast wird der Kabarettist Lars Reichow unter dem Motto „Nicht um jeden Preis“ seine Sichtweise auf die Politik und Gesellschaft präsentieren. Mit seinem hintergründigen Humor weiß Lars Reichow sein Publikum zu begeistern. Er ist bekannt für sein weltoffenes Denken und Handeln. Seine Kritik verpackt er geschickt in
Wortakrobatik und humorvollen Anspielungen. „Das Bündnis der Bürgerinitiativen ist Lars Reichow dankbar, dass sich mit ihm ein Prominenter aus der Deckung wagt und unsere Montagsdemonstration unterstützt.“ so Thomas Scheffler, Sprecher des BBI.
Während der Demonstration startet die Kampagne „Deutschland fliegt nicht“. In der ersten Aktionswoche vom 10. bis 16. Februar 2020 sollen möglichst viele Menschen dem Aufruf folgen, gemeinsam am Boden zu bleiben und auf ihre privaten und geschäftlichen Inlands- und Kurzstreckenflüge zu verzichten. Enthüllt wird das „Gemeinsam-Nix-Tun-Sofa“, das im Januar 2020 vor dem BER, am Brandenburger Tor und vor dem Kanzleramt
stehen wird. Weitere regionale Aktionen werden folgen und „Deutschland fliegt nicht“-Fanschals für Aufmerksamkeit sorgen.

Deshalb bitte vormerken:

BBI-Montagsdemonstration, 11. November 2019, ab 18:00 Uhr am gewohnten Ort im Terminal 1

Das „Bündnis der Bürgerinitiativen – Kein Flughafenausbau – Für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr“, kurz: BBI, ist ein Zusammenschluss von mehr als 80 Initiativen. Das Bündnis streitet für die Wiedergewinnung und den Erhalt der Lebensqualität der Menschen im Rhein-Main-Gebiet. Es setzt sich für die Schaffung einer lebenswerten Region ein und fordert den Schutz der Menschen vor den schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs und erklärt sich solidarisch mit allen von Verkehrslärm betroffenen Menschen. Das Bündnis fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit der Mobilität.

Die gemeinsamen Ziele sind:

  • Verhinderung des Ausbaus des Frankfurter Flughafens und anderer Flughäfen in der Region.
  • Schaffung von nächtlicher Ruhe durch ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr.
  • Schaffung von rechtlich einklagbaren Grenzen der Belastung für die Bürgerinnen und Bürger.
  • Verursachergerechte Zuordnung von Kosten auf die Luftverkehrsindustrie; Stopp der Subventionen.
  • Verringerung der Flugbewegungen auf maximal 380.000 pro Jahr und Reduzierung der bestehenden Belastungen durch Fluglärm, Luftverschmutzung und Bodenverbrauch durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet.
  • Stilllegung der Landebahn Nordwest.

Kontakt:
Thomas Scheffler, Bündnissprecher
scheffler@flughafen-bi.de
Telefon 06145 502150
BBI

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